• Sven Berger

Ab in die Kälte: Ausbildungsstart 2022



Anfang August. Hochsommer. Rekordtemperaturen. Hitzewellen. Alle suchen Erfrischung im Freibad. Alle? Nein, nicht alle! Sechs junge Menschen gehen direkt in die Kälte - und starten ihre Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik. Was sich nach einer alljährlich wiederholenden Prozedur in unserer Kälteschmiede anhört, muss in diesem Jahr um zwei kleine Buchstaben ergänzt werden. Denn mit Helene startet erstmals ein Mädel ihre Ausbildung zur Mechatronikerin für Kältetechnik. Damit ist sie insgesamt die zweite Frau, die bei uns an den Kälteanlagen schraubt. Da es sich mit einem vollen Magen besser arbeiten und lernen lässt, wird erstmal ausgiebig gefrühstück. Hier gibt es ausreichend Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen. Es ist besonders wichtig, dass unsere Azubis gut miteinander klarkommen, um sich dann bei Bedarf in der Berufsschule gegenseitig helfen zu können. Nachdem der Kaffee ausgetrunken, die Brötchen aufgegessen und nach einem kurzen Rundgang durch den Betrieb, geht es schon los. Grundlagen der Mathematik stehen auf dem Plan. Hier wird auch schonmal erklärt, wie ein Kältekreislauf überhaupt funktioniert. In knapp einer Woche beginnt bereits der erste Berufsschulblock. Bis dahin sind unsere neuen Auszubildenden jeden Tag in unserem Ausbildungszentrum in der Herzogstraße, wo sie auf Theorie und Praxis vorbereitet werden. Nach dem ersten Unterrichtsblock in der Berufsschule werden die praktischen Grundlagen und Fertigkeiten vertieft, und dann fahren sie schon komplett auf die Baustellen mit raus, wo sie gleich richtig mit anpacken werden. In der Regel dauert die Ausbildung in der Kälte dreieinhalb Jahre. Bis jetzt waren in jedem Lehrjahr aber auch immer Auszubildende dabei, die aufgrund sehr guter schulischer und betrieblicher Leistungen ihre Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzt haben.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Weg durch die Kälte.



0 Ansichten0 Kommentare